Die Gruppenarbeit

Mutter-Kind-Gruppe ist ein Gruppenangebot für straffällig gewordene junge schwangere Frauen und Mütter mit einem oder mehreren Kindern. Im Rahmen dieses Gruppenangebotes setzen sich die Teilnehmerinnen mit Fragestellungen auseinander, welche sich aus ihrer derzeitigen Lebenssituation ergeben. Beispielhaft dafür stehen Themen wie Schwangerschaft, Geburt, Verhütung, Kindererziehung, Alltag als Mutter usw.

Soweit erforderlich werden mitgebrachte Kinder von einer Kinderbetreuung beaufsichtigt.

"Ausländerprojekt"  Diese Gruppenarbeit wurde in den letzten 2 Jahren auf ihre Aktualität und Form der Gruppenarbeit hin überprüft. Im März 2002 wurde aus dem "Ausländerprojekt"

 "Themenzentrierte Gruppenarbeit für Jugendliche / Heranwachsende ausländischer Herkunft -  M.A.K.E."

M.A.K.E. steht zunächst einmal für "MACHEN", für die Handlungsorientierung unserer Gruppenarbeit. Ein großer Anteil der uns bisher zugewiesenen Jugendlichen wurde wegen Körperverletzungs- und Diebstahldelikten verurteilt. Bei diesen Tatbeständen steht nicht die sprachlich verbale Auseinandersetzung, sondern die Handlung, die Aktion im Vordergrund. Gleichzeitig sind viele der Jugendlichen mit herkömmlichen Methoden aus der Gruppenarbeit, seien es Collagearbeiten oder Übungen, deren Schwerpunkt rein auf der sprachlichen oder schriftlichen Ebene liegt, aus unserer Sicht oftmals überfordert. Aus diesem Grund werden wir in Zukunft die Gewichtung noch stärker auf das gemeinsame "MACHEN", das gemeinsame Erarbeiten eines Themas, auf die Aktion legen.

M.A.K.E. steht für uns darüber hinaus auch stellvertretend für MOTIVATION und Auseinandersetzung. Wir möchten die Jugendlichen im Rahmen von M.A.K.E. motivieren, sich mit ihren Handlungen, ihrer Straftat, der eigenen Herkunft, dem eigenen Werte- und Normensystem und der aktuellen Lebenssituation kritisch auseinander zusetzen. Durch den Austausch mit den anderen Gruppenteilnehmern und die AUSEINANDERSETZUNG mit den Themen sollen die Jugendlichen die KOMPETENZ erwerben, sich in Situationen angemessen zu verhalten und darüber hinaus das "Netzwerk der Integration" für sich zu nutzen. Im Rahmen von M.A.K.E. besuchen wir verschiedene Einrichtungen, deren Beratungsangebot sich an den Bedürfnissen der Jugendlichen orientiert. Integration verstehen wir dabei nicht als Assimilation, sondern vielmehr als die ENTDECKUNG der eigenen interkulturellen Kompetenz, welche als große Stärke und Chance in der Kommunikation mit anderen verstanden werden soll. Dadurch soll das Selbstwertgefühl und die soziale Kompetenz der Teilnehmer gestärkt werden.


Aktueller Flyer von M.A.K.E.:

Themen und Inhalte von M.A.K.E. :

Je nach Gruppenzusammensetzung wählen wir auf dem Hintergrund der Informationen aus dem Vorgespräch die entsprechenden Themen aus.

Dies bedeutet, dass nicht in jeder der einzelnen Gruppen feststehende Themenkomplexe abgehandelt werden sondern vielmehr auf die Teilnehmer zugeschnitten werden können.

Dabei versuchen wir stark auf die Erfahrungen und die Ressourcen der Jugendlichen / Heranwachsenden einzugehen und diese somit in die Bearbeitung der Themen mit einzubeziehen.

Es werden u.a. folgende Themen behandelt:

Ø      Straffälligkeit
Ø     
Kultur  
Ø     
Fremdenfeindlichkeit  
Ø     
Schule / Bildung  
Ø     
Sprache  
Ø     
Ausländergesetz /Staatsangehörigkeit
Ø      Konflikte innerhalb der Familie  
Ø     
Männlichkeit  
Ø     
Heimat  
Ø     
Drogen  

Weitere Informationen zu M.A.K.E. bei:  

 

 

 

 

BRÜCKE e.V.  München

Einsteinstr. 92
81675 München
Tel.:  089            / 419468-0
Fax:  089            / 419468-11

mail@bruecke-muenchen.de

 

 

 

 

 

Themenzentrierte Gruppenarbeit für

Jugendliche /
Heranwachsende
ausländischer Herkunft


 


M.A.K.E. ein spezielles Gruppenangebot für ausländische Jugendliche und Heranwachsende 

Die Adoleszenz erleben Jugendliche ausländischer, wie auch deutscher Herkunft als eine „krisenhafte“ Zeit. Warum daher ein spezielles Gruppenangebot nur für ausländische Jugendliche?

 Aufgrund ihrer ausländischen Herkunft sind diese Jugendlichen oft mit einer Vielzahl migrationspezifischer Fragestellungen und Problemen konfrontiert, wie z.B.: 

das Erwachsenwerden zwischen unterschiedlichen Kulturen,

 Erfahrungen von Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit, 

die unsichere ausländerrechtliche Stellung,

 unzureichender Schulbildung und die damit verbundene Perspektivlosigkeit auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

 So wie das „Ausländerprojekt“ in seiner bisherigen Form, wird auch M.A.K.E. diese speziellen Problematiken in der Themenauswahl berücksichtigen und innerhalb der Gruppenarbeit methodisch umsetzen. 

 

M .A .K .E. steht für:

Motivation
A
useinandersetzung
Kompetenz
Entdecken
 

M.A.K.E.

steht zunächst einmal für „MACHEN“, für die Handlungsorientierung unserer Gruppenarbeit. Jugendliche sollen im Rahmen der Gruppenarbeit MOTIVIERT werden sich mit ihren Handlungen, ihrer Straftat, ihrer Lebenssituation kritisch AUSEINANDER ZU SETZEN, dadurch sollen sie die KOMPETENZ erwerben, sich in bestimmten Situationen angemessen zu verhalten. Zudem sollen sie ihre eigenen Stärken und interkulturellen Kompetenzen ENTDECKEN und diese als Chance in der Kommunikation mit anderen wahrnehmen. 

Die Zielsetzung von M.A.K.E. ist

Einführung der Jugendlichen / Heranwachsenden in das Netzwerk der Integration.

Anbieten einer Informationsplattform für die Jugendlichen / Heranwachsenden, d.h. Raum anbieten,  sich untereinander zu informieren und auszutauschen. 

Jugendliche / Heranwachsende zu motivieren sich mit problemspezifischen Themen auseinander zu setzen, Reflexionsfähigkeit fördern. Rahmenbedingungen:

 

Rechtlicher Rahmen: 
Weisung nach § 10 JGG

Zeitlicher und formaler Rahmen:
Teilnahme an einem Vorgespräch
Geschlossene Gruppe
Teilnahme jeweils 4x
Beginn der Gruppe bei einer Mindestanzahl von wenigstens 6 Jugendlichen / Heranwachsenden, Teilnehmer-Höchstzahl 10
Die Gruppenarbeit findet jeweils Mittwochs in der Zeit von 17.00 bis 19.00 Uhr, im Gruppenraum der BRÜCKE e.V. München statt
Teilnahme am Abschlussgespräch

Teilnehmer/Teilnehmerinnen:
Alle ausländischen Nationen
Männliche und weibliche Jugendliche / Heranwachsende

Ausschlusskriterien:
Ungenügende deutsche Sprachkenntnisse
Offensichtlich schwere Drogenabhängigkeit