Ein Schmuckfoto der Brücke München

Betreuungsweisung

Die Betreuungsweisung stellt eine jugendhilfeorientierte, eingriffsintensive mittel- bis langfristige (6-12 Monate) sozialpädagogische ambulante Maßnahme dar. Sie soll den Jugendlichen / Heranwachsenden im Alter zwischen 14 und 21 Jahren bei der Bewältigung von Entwicklungsschwierigkeiten und problembehafteten Lebenssituationen, unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes, unterstützen und seine Verselbständigung fördern.

Die Durchführung einer Betreuungsweisung hat das Ziel, die persönlichen, familiären, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse des jungen Menschen zu klären. Gemeinsam mit ihm werden konkrete Schritte und Handlungsziele erarbeitet und kontrolliert. Der / die WeisungsbetreuerIn fördert eigenständiges Handeln und leistet Unterstützung und Hilfestellung wenn dies erforderlich ist. Ziel ist, dass der junge Mensch sich mit seiner Lebenssituation auseinandersetzt und persönliche und soziale Kompetenzen entwickelt. Darüber hinaus hat eine Betreuungsweisung auch Vermittlungscharakter. Es besteht ein ständiger Informationsaustausch zwischen dem / der WeisungsbetreuerIn und dem Jugendgericht und der Jugendgerichtshilfe. Es findet Vernetzung mit dem sozialen Umfeld, mit verschiedenen Einrichtungen, Ämtern etc. statt.

Gemeinsam werden mit dem Jugendlichen / Heranwachsenden in Form eines standardisierten Erhebungsbogens die einzelnen Ziele erarbeitet, die dann im Laufe der Betreuungsweisung ständig überprüft bzw. verändert werden können.