Ein Schmuckfoto der Brücke München
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Arbeitsweisungen

Nach dem Jugendgerichtsgesetz ist die Arbeitsweisung eine vom Jugendgericht angeordnete erzieherische Maßnahme. Leitvorstellung der BRÜCKE MÜNCHEN ist, der Verhängung von Jugendarrest und den damit verbundenen negativen Begleitserscheinungen wie Stigmatisierung und Ausgrenzung von jungen Menschen durch das Angebot einer gut organisierten Vermittlung von Arbeitsmöglichkeiten in gemeinnützigen Institutionen entgegen zu wirken. Die Arbeitsleistung, mit dem das Gericht die Straftat ahndet, bringt dem jungen Menschen eindringlich zu Bewusstsein, dass er für das von ihm begangene Unrecht einzustehen hat. Zu den Vorteilen dieser Maßnahme gehört, dass sie sich gut in den Lebensalltag einfügen lässt. Die Arbeit ist in der Regel vom Jugendlichen bzw. Heranwachsenden in seiner Freizeit zu leisten und soll seine berufliche Tätigkeit oder Ausbildung nicht beeinträchtigen.

Neben der Bewusstmachung des Fehlverhaltens kommt der gemeinnützigen Arbeitsleistung die Aufgabe zu, den jungen Menschen die Möglichkeit zu eröffnen, sich in verschiedenen Tätigkeitsfeldern zu erproben, eigene Fähigkeiten und Neigungen zu reflektieren, die sich bei der Berufswahl oder für eine sinnvollere Freizeitgestaltung nutzen lassen. Wir bieten dazu eine breite Palette von Einsatzstellen an, um den jungen Menschen entsprechend seiner Fähigkeiten vermitteln zu können. Aus der Erfahrung und dem Erleben heraus, gemeinnützige Dienste für die Allgemeinheit zu erbringen, wird das Blickfeld für die Wahrnehmung der Lebens- und Arbeitswelt anderer Menschen erweitert. Auf diese Weise stellt die Arbeitsweisung eine effektive pädagogische Maßnahme dar, da sie soziales Lernen fördert, Verantwortung für das eigene Handeln deutlich macht, Erfolgserlebnisse vermitteln kann und die Möglichkeit bietet, neue positive Handlunsalternativen zu entdecken.